Yard Built läutet den Sommer auf der Wheels & Waves mit acht neuen Kreationen aus Europa ein

Das Yard Built-Programm von Yamaha präsentiert sich im Sommer auf der Wheels & Waves 2017 mit insgesamt acht neuen Custom Bikes. Sie alle basieren auf der Yamaha XSR700 und XSR900 der Sport Heritage-Baureihe.  Jede dieser neuen Yard Built-Kreationen ist von dem landesspezifischen Charakter geprägt. Sie wurden jeweils in Zusammenarbeit mit dem nationalen Yamaha-Importeur des jeweiligen Landes sowie einem lokalen Custom-Designer gebaut. Eine nationalen Custom Bike-Zeitschrift hat das jeweilige Projekt dann medial begleitet.

Getreu dem Grundkonzept des Yard Built-Programms stammen die acht Projekte aus Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Portugal, Spanien und der Schweiz. Die Yard Built-Philosophie der Umbauten ohne wesentliche Veränderungen an Rahmen und Motor wurde weiter gepflegt. Dass sich die XSR-Modelle perfekt für eine Personalisierung eignen, ohne dass der Fahrer auch nur im Geringsten von dem aktiven und emotionalen Fahrerlebnis einbüßt, hat allen involvierten Personen die Arbeit leicht gemacht.

„Dies ist für uns wirklich ein faszinierendes Projekt“, erklärt Cristian Barelli, Yamaha Motor Europe Marketing Coordinator. „Während sich die Yard Built-Plattform stetig weiterentwickelt und in die verschiedenen Länder Europas vordringt, erleben wir immer mehr einzigartige Kreationen bei den Umbauten. Sie alle auf diese Weise zusammenzubringen, bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Stärken und den Spaßfaktor der XSR-Modelle herauszuarbeiten. So schufen die Customizer aus den einzelnen Ländern Motorräder mit extrem unterschiedlichen Ansätze und Visionen. Zudem vermittelt jeder Umbau eine einfache, aber klare Aussage. Denn die XSR lässt sich sehr einfach individuell umbauen und bietet schier unbegrenzte Möglichkeiten für die Erschaffung eines wirklich persönlichen und einzigartigen Bikes. Außerdem bietet sie den unvergleichlichen Fahrspaß des Standardmotorrads.“

Yamaha Motor Deutschland holte einen verlässlichen Partner ins Boot, der in der Yard Built-Welt von Yamaha allseits bekannt ist:
Marcus Walz vom 2017-06-19-Logo-Walzwerk.jpg

Walz ist mit der Yard Build-Philosophie vertraut, nachdem er bereits vor zwei Jahren seine atemberaubende Version „El Ratón Asesino“ der Yamaha XV950 vorgestellt hat. Die Partner entschieden sich in Zusammenarbeit mit dem Magazin Custombike.jpg für die XSR700, um diese zu einer Maschine im Tracker-Stil umzubauen.

2017-06-19-Walz02

„Für mich ist die XSR700 das perfekte Funbike“, erklärt Marcus Walz. „Sie ist extrem leicht, enorm handlich und ausgewogen. Dies alles bildet die optimale Basis für ein supercooles Custom Bike!“
„Es ist großartig zu sehen, wie weit sich die Yard Built-Plattform von Yamaha bereits entwickelt hat und wie viele beeindruckende Custom Bikes wir seither bewundern konnten“, fügt CUSTOMBIKE hinzu. „Als Europas ältestes Magazin für Custom Bikes freuen wir uns darauf, den Umbau des diesjährigen Yard Build-Modells von Marcus Walz zu verfolgen. Wir sind auf das Endergebnis bereits sehr gespannt. Wir haben uns daher auch entschieden, über den Bau der Yard Built Yamaha XSR 700 von WalzWerk zu schreiben. Die Geschichte kann in den nächsten drei Ausgaben unseres Magazins verfolgt werden.“

Yamaha Motor Italien wählte für die Zusammenarbeit an der XSR900 den Custom Builder OMT Garage und als Medienpartner Ferro Magazine. Gemeinsam beschlossen sie, ihre XSR in einen „Hochleistungs-Scrambler“ umzuwandeln, um zu zeigen, dass sich dieses flexible Motorrad für zwei unterschiedliche Einsatzzwecke eignet. „Die XSR eignet sich hervorragend als Ausgangsmodell für Umbauten“, erklärt OMT. „Durch ihren klassischen Stil mit einer aggressiven Seele bietet sie einen enormen Gestaltungsspielraum. Wir sind von dem kompakten und muskulösen Motorblock und dem Rahmendesign begeistert. Eine klassische Polierbehandlung sorgt für die perfekte Optik. Wir arbeiten nach dem Leitsatz ‚weniger ist mehr‘“. Ferro Magazine fügt hinzu: „Unser XSR900 Scrambler zeigt wirklich ein brandneues Konzept. Wir bei Ferro Magazine glauben, dass ein besonderes Motorrad charmant, atemberaubend und rebellisch sein sollte. Die Zusammenarbeit mit OMT Garage ist eine einzigartige Erfahrung. Die Troiano-Brüder sind in der Lage, starke Handwerksfähigkeiten und Visionen zu vereinen. Sie streben mit jeder Faser danach, ihre gesteckten Ziele zu erreichen und neue Maßstäbe zu setzen. Dies ist die richtige Einstellung, um sich unserer Herausforderung zu stellen, ein ambitioniertes Yard Built-Modell für das anspruchsvolle Publikum der Wheels & Waves zu liefern.“

Yamaha Motor Spanien wählte als Builder Cafe Racer SSpirit aus – in dem Vertrauen, dass der spanische Meister etwas wirklich Einzigartiges liefern würde. Als Ausgangsmodell diente die XSR700, aus der im bewährten magischen Stil des Builders eine moderne Ikone, sprich ein wahrer Café-Racer, entstehen sollte, der den Rennmaschinen der 70er und 80er Jahre Tribut zollt. „Das Projekt war klar“, bestätigen die Partner. „Wir wollten etwas völlig Anderes bauen. Es sollten nicht nur kleine Änderungen, sondern eine vollständige Anpassung vorgenommen werden. Unser Ziel war es, eine Rennmaschine im Stil der 70er bis 80er Jahre zu bauen. Sie sollte nur einen Sitz, einen flachen Lenker und einen Rennauspuff haben und gleichzeitig die Anforderungen eines für den Straßenverkehr zugelassenen Motorrads erfüllen.“ „Um den Rennaspekt zu betonen, nannten wir den Umbau XS700-R. Nachdem wir die gesamte Verkleidung, den Sitz, die Beleuchtung etc. abgebaut hatten, ermittelten wir, wie das als 3D-Druck erstellte Bodykit in den Rahmen passt. Anschließend begannen wir mit dem Umbau der Verkleidung, indem wir Metallteile bogen und anpassten und das endgültige Aussehen des Benzintanks und des Monocoque-Sitzes simulierten. Nachdem wir mit der Simulation zufrieden waren, haben wir nicht mit herkömmlicher Glasfaser weitergemacht, sondern eine lokale 3D-Druckerei (Tumaker 3D) mit dem Scannen und Drucken des Bodykits beauftragt. Alle Teile bis auf die Sitzbasis, die eine besonders hohe Steifigkeit erfordert, werden in 3D gedruckt. Wir haben vor, das komplette bereits gescannte und druckfähige Bodykit zusammen mit einer Montageanleitung für das einfache Steckdesign der Öffentlichkeit anzubieten.“

Yamaha Motor Portugal legte den Schwerpunkt ebenfalls auf die Einfachheit, mit der sich die XSR700 in eine vielseitige Tracker-Maschine mit hohem Spaßfaktor verwandeln lässt. Das Projekt wurde gemeinsam mit dem lokalen Builder Maria Riding Company realisiert. Um dem Motorrad eine Yard Built-Note zu verleihen, erhielt es den kühnen Namen „Orbiter“. „Die Orbiter ist ein neuer Ansatz für ein Motocross-Bike“, erklärt das Team. „Sie wurde entwickelt, um die Freiheit des Offroad-Fahrens mit Spaß zu genießen. Die Kombination aus dem lebhaften Motor mit 689 ccm Hubraum, dem leichten Fahrwerk mit überarbeiteten Federelementen und der neuen Front macht das Bike zu einem wendigen Motorrad, mit dem sich die Welt selbst abseits befestigter Straßen hervorragend erkunden lässt.“ „Befreit von Unwesentlichem erreicht der Umbau das volle Agilitätspotenzial der XSR-Reihe. Die Orbiter eignet sich optimal für Erkundungstouren in rauem und unbefestigtem Terrain. Ihr Aussehen erinnert an Roboterfahrzeuge für den Weltraum und Militärtechnologie, gemischt mit einem Vintage-Motocross-Fahrgefühl. Daraus ergibt sich ein originelles und sportliches Gesamtbild.“

In Griechenland wandte sich der Yamaha-Importeur Motodynamics an einen der Gewinner des letztjährigen Yard Built-Wettbewerbs, Jigsaw Customs. Nachdem dieser bereits im vergangenen Sommer mit dem Umbau der XJR1300 für Aufsehen gesorgt hatte, war sich Motodynamics sicher, dass der neue Umbau in guten Händen ist. Bei der Arbeit mit der XSR700 beschreitet Jigsaw Customs einen neuen Weg und lehnt das Design an die amerikanischen Flat-Tracker der 1970er an. „Das auf der TZ750 von 1975 basierende Konzept besteht darin, das leichte Fahrwerk, den leistungsstarken Motor und die kompakten Abmessungen einer XSR700 an die Standards eines amerikanischen Flat-Trackers anzupassen. Die XSR wird vollständig zerlegt, erhält 19-Zoll-Räder, spezielle Flat-Track-Reifen, eine kompakte handgefertigte Verkleidung in den leuchtenden Farben der 70er sowie einen niedrigen Schwerpunkt.“

Der Schweizer Yamaha-Vertragspartner Hostettler hat sich mit einer Koryphäe zusammengetan, die jedem sofort geläufig ist, der sich in den vergangenen zwei Jahren bei einer der wichtigsten Custom Bike-Veranstaltungen an einer Viertel-Meile aufgehalten hat – dem Young Guns Speed Shop. Die talentierten jungen Designer haben sich ebenfalls entschieden, auf der Basis einer XSR700 ihre Vorstellung eines modernen Trackers zu kreieren. „Wir wollten etwas schaffen, das wirklich zum Grundgedanken der XSR700 von Yamaha passt, nämlich eine einfache, leichte und praktische Alltagsmaschine“, kündigen sie an. „Unser Ziel ist, auf der extrem coolen und technisch einfachen Basis von Yamaha aufzubauen. Wir möchten das Konzept, nach dem die Ingenieure von Yamaha die Maschine konstruiert haben, beibehalten und lediglich mit besten Zubehörteilen wie Borani-Rädern, einer Nissin-Bremsanlage und natürlich dem hervorragenden Akrapovič-Auspuff ergänzen, der speziell für die XSR700 entwickelt wurde.“ „Uns ist vor allem wichtig, einen hervorragend funktionierenden, gut aussehenden und stylischen Street-Tracker mit wunderschönen Zubehörteilen, einem verlegten ECU- und ABS-System, Aluminiumtank, neuem Sitz und neuem Kennzeichenträger einschließlich Beleuchtung zu bauen.“

Für Yamaha Motor UK war klar, dass sie ihr Custom Build mit niemand anderem als den hoch angesehenen Custom-Designern Down & Out Motorcycles bauen wollten. Dazu holte der Yamaha-Importeur das Bike Magazine ins Team. Die XSR700 bildete die Basis des Allroundmotorrads, das sie für das Großstadtabenteuer kreieren wollten. Der Medienpartner Bike Magazine hat bereits zahlreiche Custom-Projekte verfolgt und freute sich auf das Spaßprojekt, mit dem Ziel, die fertige Maschine ausgiebig zu testen. „Die XSR ist ein sehr modernes Motorrad“, kommentiert Down & Out Motorcycles. „Da Yamaha bereits ein Meisterwerk geschaffen hat, ist ein guter Umbau eine echte Herausforderung. Aber wir sind sehr zufrieden. Unser Modell lässt sich auch leicht nachbauen oder als Inspiration für eigene Ideen nutzen.”

Yamaha Motor Frankreich hat sich schließlich für die kreative Vision des Custom-Designers George Woodman entscheiden. Er soll aus der XSR700 eine moderne Rennmaschine zaubern. „Das von Yamaha vorgegebene Moodboard war anregend und eine hervorragende Vereinigung von Musik und Motorrad“, erklärt Woodman. „Die Linien und die Oberfläche der Revstar-Gitarren passen perfekt zu einem Café-Racer, was mich inspiriert hat. Die feinen Unterschiede, die uns bei zwei Modellen der Revstar-Serie zwischen den glänzenden, gebürsteten Oberflächen und dem Holz aufgefallen waren, haben wir direkt übernommen. Wir betrachten die Gitarren als exquisite Kunst und wollten der XSR denselben Charakter verleihen, indem wir neue Technologien und Werkstoffe mit dem Vintage-Stil und Holz kombiniert haben. Unsere Idee war es, die geballte Kraft der Maschine als Basis zu verwenden und diese durch elegante und provozierende Merkmale zu veredeln. Wir wollten die Maschine nicht unter einem Mantel verbergen, sondern ihre feineren Merkmale hervorheben und zelebrieren.“

Alle acht Custom Bikes wurden bei der Wheels & Waves 2017 in der „Cité de l’Océan et du Surf“, dem Museum für Meereskunde und Surfgeschichte in Biarritz (Frankreich), vom 14. bis 18. Juni passend zum Stil des jeweiligen Landes enthüllt.